Rückschau Presseinformation zur 10. ZNU Zukunftskonferenz auf Schalke 19.-20.4.2018

Wie sieht ein nachhaltiges Menü 2030 aus?

Dieser Fragestellung widmeten sich mehr als 230 Vertreter der FMCG-Branche während der ZNU-Zukunftskonferenz, zu der das Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung  der Universität Witten/Herdecke eingeladen hatte. Die Konferenz dient Herstellern und Handel, Nachhaltigkeitsherausforderungen zu diskutieren.

Die beiden Gründer und Leiter des ZNU, Dr. Axel Kölle und Dr. Christian Geßner, eröffneten die Veranstaltung mit einer Ermutigung der Unternehmen sich den gesellschaftlichen Zukunftsfragen zu widmen und in Kooperation mit Gleichgesinnten mehr Verantwortung für drängende Nachhaltigkeitsthemen wie z.B. Klima, Gesundheit und Menschenrechte zu übernehmen. Dabei gelte es umzuschalten von der Defensive auf die Offensive, Nachhaltigkeit noch stärker als Innovationsmotor zu begreifen und gemeinsam an intelligenten Zukunftslösungen zu arbeiten.

Der erste Tag der 10. ZNU-Zukunftskonferenz stand im Zeichen des Austausches und der Diskussion rund um wesentliche Nachhaltigkeitsthemen, die in den Workshops Molkereiprodukte,

Tiefkühlkost, Gesundheit und Kosmetik, Fleisch und Gewürze, Süß-und Backwaren, Obst und Gemüse sowie Getränke und Außer-Haus-Markt durch die Teilnehmer intensiv genutzt wurden.

Den Auftakt des zweiten Tages bereitete der Friedensaktivist und Demo-Koch Wam Kat, der eindrucksvoll darlegte, wie die Gesellschaft mit der Auswahl ihres Essens politische Impulse auslösen kann. Der Zukunftsforscher Dietmar Dahmen stellte die „Superhelden des Wandels“ vor, und zeigte, wie wichtig es für Unternehmen ist, eine Bereitschaft für den nachhaltigen Wandel zu entwickeln. Nicht zuletzt, um somit Innovationen im Unternehmen und entlang der Wertschöpfungskette zu fördern und dadurch das langfristige Überleben von Unternehmen vor dem Hintergrund sich wandelnder Märkte zu sichern.

Im Anschluss ging Paolo Barilla unter dem Leitsatz „Good for you – Good for the planet“ darauf ein, wie das Familienunternehmen seit 140 Jahren ikonische Produkte anbietet und seinen Beitrag für die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung leistet. Barilla reduzierte nicht nur seinen Einfluss auf die Umwelt durch die Reduktion des Wasserverbrauchs um 21% und 28% weniger CO2 Emissionen, sondern fokussiert sich gleichzeitig stark auf die Weiterentwicklung der Nährwertprofile seiner angebotenen Produkte. Seit 2010 wurden 360 Produkte überarbeitet, die Verwendung von gesättigten Fette um 8.950 Tonnen reduziert, Palmöl aus allen Rezepturen eliminiert und eine Vielzahl an Vollkornprodukten entwickelt.

Seitens der Bitburger Braugruppe stellte Jan Niewodniczanski, Geschäftsführer Technik und Umweltklar, das für ihn besonders wichtig ist, Mitarbeiter gezielt zu unterstützen und im Rahmen der Personalpolitik auf bestehende Herausforderungen, wie z. B. den demographischen Wandel, zu reagieren. Im Bereich des Klima- und Ressourcenschutzes geht Bitburger ebenfalls voran:
„Mit dem Ansatz ZNU goes Zero wollen wir uns als gesamtes ZNU-Netzwerk und auch individuell als Bitburger Braugruppe mit „Bitburger goes Zero“ unserer Verantwortung für das Klima stellen und den Ansatz als zusätzlichen Innovationsmotor nutzen“, so der Familienunternehmer und ZNU-Beirat.

Abschließend konnten sich die Konferenzteilnehmer von nachhaltig ausgerichteten Geschäftsmodellen inspirieren lassen, als die beiden Start-Up-Gründer Dr. Sandra von Möller „Das KIDsmiling-Fußballprojekt: „Fit für die Zukunft durch Kicken“ und Limbua Geschäftsführer Matti Spiecker ihre Unternehmen vorstellten.

 

Die XI. ZNU-Zukunftskonferenz wird am 2./3. April 2019 stattfinden.

Über uns ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit über 2000 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Das ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung ist ein anwendungsorientiertes Forschungsinstitut innerhalb der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Als Nachhaltigkeitsinitiative von Wirtschaft und Wissenschaft arbeitet das ZNU in den Bereichen Forschung, Lehre, Weiterbildung und Konferenzen daran, Nachhaltigkeit für Führungskräfte von heute und morgen greifbar zu machen und für die Chancen Nachhaltiger Unternehmensführung zu begeistern – driving sustainable change.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft

Pressekontakt ZNU – Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung

Alicia Seifer, Alicia.seifer@uni-wh.de;

Patricia Kief, Patricia.kief@uni-wh.de

Tel.: +49 (0) 2302 926-545

Zurück