Rückschau

„Trends im nachhaltigen Bauen“ war das Thema der BdW-Veranstaltung am 24.01.2018 bei der Allbau in Essen. Als Kooperationsveranstaltung des BdW mit der Allbau in Essen und dem BIM Cluster NRW konnte das Thema unter mehreren Aspekten betrachtet werden.

Als Redner befassten sich die Herren Samuel Šerifi, Arnim Spengler und Werner Henneker mit der Ausgestaltung des Themas aus verschiedenen Blickrichtungen Herr Prof. Dr. Thomas Hanke moderierte die Veranstaltung und steuerte die anschließende sehr rege Diskussion.

Nachhaltiges Bauen bedeutet die Umweltaspekte mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten in Einklang zu bringen. Nur so können wir nachfolgenden Generationen ein intaktes, ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen.

Samuel Šerifi, Prokurist der Allbau GmbH, schilderte in seinem Vortrag sehr anschaulich welche Anstrengungen das Unternehmen seit Jahren in dieser Richtung unternimmt. Nach wie vor allerdings sind nur wenige Mieter bereit, die ökologischere Wohnungsvariante zu wählen, sofern dies mit einer geringeren Verteuerung verbunden ist.

Die Allbau GmbH ist mit rd. 18.000 Wohnungen der größte Wohnungsanbieter in Essen. Bei den zahlreichen integrierten Quartiersentwicklungsprojekten der Allbau GmbH sind neben sozialen Aspekten wie Stärkung der Nachbarschaft oder Dienstleistungen für jede Lebensphase auch immer Klimaschutz und moderne Gebäude wichtige Eckpfeiler - ganz nach dem Motto "Innovation und Nachhaltigkeit für ein besseres Klima".

Arnim Spengler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Duisburg-Essen und Sprecher des BIM Clusters NRW zeigte die aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich der Sensorik und Robotik im Hinblick auf die Nachhaltigkeit beim Bauen. Digitales Bauen unter Nutzung von Künstlicher Intelligenz liefert wertvolle Daten beispielsweise über das Baumaterial, eingesetzte Fenster etc. Mehr noch, die Baustoffe selbst werden zu aktiven Datenlieferanten im Zeitablauf eines Bauwerks.

Arnim Spengler beschäftigt sich in einem Pilotprojekt mit dem Einsatz eines Roboters bei der Erstellung eines Mauerwerks. Schon heute kann man life erleben, wie ein Mauerwerk durch einen Roboter entsteht.

Vor allem im Bereich der Sensorik bietet die Technik weitreichende Möglichkeiten, um die Nachhaltigkeit beim Bewohnen im Detail zu monitoren. Aber auch hier stoßen wir an die Grenzen der Akzeptanz. Viele Bewohner sind noch nicht bereit, ihre Daten zur Verfügung zu stellen.

Werner Henneker ist Geschäftsführer bei Henneker & Zillinger  - Beratende Ingenieure und arbeitet als Statiker auch im Bereich des nachhaltigen Bauens. Er schilderte uns die Inhalte und Ausrichtung des Nachhaltigkeitszertifikats, das man seit Jahren schon für ein Gebäude erstellen lassen kann.  Das Ingenieurbüro erachtet die Entwicklung und Förderung nachhaltiger und wirtschaftlich effizienter Bauwerke als ein wichtiges und zukunftsweisendes Thema und entwickelt Lösungen, um Klimawandel und Ressourcenknappheit entgegenzutreten.

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